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Geschäftsbesorgung in Krisenzeiten

Krankenhäuser, die sich in strategischen und wirtschaftlichen Krisen befinden, sind an sich nichts Neues. Dass es so viele auf einmal und in so großem Maße betrifft, hingegen schon. Hier stellen wir Ihnen Wege aus der Krise vor.

17. August 2023

Geschäftsbesorgung in Krisenzeiten

Jan Hacker

Das Gesundheitswesen in der Krise

Krankenhäuser, die sich in strategischen und wirtschaftlichen Krisen befinden, sind an sich nichts Neues. Dass es so viele auf einmal und in so großem Maße betrifft, hingegen schon.

Die Gründe dafür sind vielfältig und nicht nur im regulatorischen Rahmen zu suchen. Vielmehr hat sich die Medizin in den letzten Jahren und Jahrzehnten stärker verändert als die Krankenhäuser. Die daraus resultierenden erforderlichen Anpassungen erzeugen enorme Schmerzen.

Auch weitere Player im Gesundheitssystems sind auf die notwendigen strukturellen Veränderungen nicht eingerichtet. Der Schwarze Peter verbleibt aber überwiegend bei den Kliniken. Dies stellt sich als besonders herausfordernd dar, da Krankenhäuser gleichzeitig die ambulante Notfallversorgung stemmen sollen und die anderswo nicht versorgbaren Fälle als Fehlbelegung nicht bezahlt bekommen. Hinzu kommen ein erheblicher Personalmangel und Kosten, die deutlich stärker als die Erlöse steigen.

Diese Gemengelage ergibt im Resultat die bislang größte Krise im deutschen Krankenhausmarkt.

Geschäftsbesorgung für Krankenhäuser als Lösung aus der Krise

Für Krankenhäuser, die nicht einem Konzern angehören, gibt es mehrere Lösungsoptionen.

  • Zum einen kann mit „Bordmitteln“ versucht werden entgegenzusteuern. Teilweise gelingt das gut, wenn die Rahmenbedingungen es zulassen und Management und Gesellschafter die richtigen Entscheidungen treffen und umsetzen.
  • Ebenfalls möglich ist ein Verkauf des Krankenhauses an einen Konzern, der über übergeordnete Managementstrukturen und breitere Finanzierungsmöglichkeiten verfügen kann. Dies war gerade im kommunalen Bereich bis vor ca. 15 Jahren häufig das Mittel der Wahl.
    Zwischenzeitlich hat sich allerdings in der Bevölkerung ein breiter Konsens entwickelt, dass man sich eine Vorhaltung der stationären Krankenversorgung durch die öffentliche Hand wünscht. Privatisierungen sind daher in den meisten Fällen politisch nicht vermittelbar.
  • Als Alternative bieten sich daher Geschäftsbesorgungsverträge an, also die Übertragung der Geschäftsführung des Krankenhauses auf ein darauf spezialisiertes Unternehmen.
    Wenn das Unternehmen ausreichend groß und spezialisiert ist, kann dadurch neben der Stellung der Geschäftsführung auch die Expertise einer Verbundstruktur eingebracht werden, ohne die Klinik verkaufen zu müssen.
    Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit mit den „Großen“ und der Gesellschafter kann weiterhin alle strategischen Entscheidungen für seine Häuser und seine Versorgungsregion selbst treffen.
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Geschäftsbesorgung als Lösung für Krankenhäuser in der Krise

Welche Option für welches Krankenhaus ist nun die richtige?

Strategisch und wirtschaftlich gut aufgestellte Krankenhäuser haben weiterhin keinen zwingenden Veränderungsdruck. Leider gibt es nicht mehr viele von ihnen.

Für die zahlreichen Häuser in der Krise ist zunächst zu klären, ob von Seiten des Gesellschafters eine Sanierung wirtschaftlich darstellbar ist. Dabei ist regelhaft die Unternehmensfortführung und nicht die Sanierung über ein Insolvenzverfahren die Lösung, die vorzuziehen ist.

Verfahren der Insolvenzordnung (z. B. Schutzschirmverfahren) lösen häufig nicht die Kernprobleme des Krankenhauses (z. B. zu wenig Auslastung, Personalmangel), sondern beschädigen das Vertrauen in das Haus noch weiter.

Wenn die Sanierung über einen Zeitraum von 2-3 Jahren für den Gesellschafter wirtschaftlich nicht darstellbar ist, muss über eine Privatisierung oder Schließung nachgedacht werden.

Falls doch, bietet sich der Geschäftsbesorgungsvertrag als geeigneter Weg aus der Krise für Krankenhäuser an. Hier kann durch die Kombination aus Geschäftsführung und Zugriff auf Fachexperten aus unterschiedlichen Bereichen die Entwicklung und Umsetzung eines Sanierungsplans in einer Hand gebündelt werden.

Und das Beste:  Auch nach Abschluss der Sanierung profitieren die Häuser von der dauerhaften Zugehörigkeit zu einem Kompetenznetzwerk wie dem der Oberender AG. Denn ein Ende der Krise im Krankenhausmarkt ist derzeit leider nicht in Sicht.

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Jan Hacker

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